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Religionsunterricht, wie ich ihn mir vorstelle

Ostern ist mir ein Anlass und ich nehme vorweg, dass ich eigentlich gar keinen Religionsunterricht in der Schule brauche, aber wenn schon, dann sollte er meiner Meinung nach anders aussehen.
Dazu wäre es eine schon recht günstige Voraussetzung, wenn man die Kinder nicht im zarten Alter von ein paar Tagen oder Wochen zum Beitritt einer Religion zwingt. Das ist …, nein, Friede, ich möchte auf Gewaltsausdrücke verzichten, denn gewalttätig sind die Religionen teilweise schon genug. Vom Menschenopfer über Kreuzigung bis zum langsamen zu Tode quälen, foltern, geißeln, steinigen und so weiter und so fort, diese Geschichten kennt man ja, eh alle zur genüge. Ich schreibe lieber, was ich mir wünschen würde.
Einen Religionsunterricht, der alle wichtigen Religionen vorstellt. Leider lebte ich bis vor kurzem mit Scheuklappen. Erst über Taijiquan habe ich den Daoismus, Buddhismus, Konfuzionismus und nun erfreulicherweise über Yoga auch den Hinduismus ein wenig kennen gelernt. Die ganzen wertvollen Schätze sind mir wegen der einseitigen Schulbildung, trotz Oberstufenrealgymnasium mit Latein, verborgen geblieben. Lediglich in die griechische und römische Mythologie wird man noch vorsicht eingeführt, aber über die Grenzen von Europa kommt man kaum hinaus, es sei denn, der Lehrer bleibt bei den Kreuzzügen hängen.
Das Daodejing und I Ging war mir ein Einstieg und mit der Bhagavad Gita und den Veden wage ich mich nun in die nächste Region. Tao te king habe ich schon seit Jahren in meiner Blogroll, die ich jetzt erweitern werde, weil es ein paar hundert Jahre v. Chr. eben schon in viele interessante Regionen und Philosophien gab.
Die Mayas brauche ich hier nicht anführen, denn obwohl so manche geistig beschränkte Paniker heute zwar keine Menschen mehr opfern, glauben sie doch an den Mayaklaender und wieder einmal an den bevorstehenden Weltuntergang.
Daran ist auch unser einseitiger Religionsunterricht schuld, in dem man lernt, wo jetzt das Fetzerl überall sein soll, mit dem man dem jungferngezeugten Sohn Gottes das Blut aus dem Geicht wischte, aber bei Zarathustra, (Also sprach Helmeloh: “Zarathustra …”) denken die Meisten höchstens an Nietzsche. Vom Islam hat man etwas gehört, wegen der Terroristen, Kopftuchträgerinnen und auch das bescheuerte Allah-Karikaturen-Thema geisterte so aufdringlich durch die Medien, dass sicher jeder davon gehört hat, selbst wenn er nicht einmal ahnt, dass es einerseits wenigstens das Wort „Meinungsfreiheit“ und anderseits auch „Religionsfreiheit“ gibt. Aber wie könnte jemand eine Ahnung von „Freiheit“ haben, der mit 2 Wochen Zwangs-Christ wird. Glaubt deshalb jemand, dass er den Islam kennt? Nicht einmal von der Tora lernte ich etwas in der Schule und die Kabbala kenne ich auch nur über eine Werbekampagne der Madonna.
Es gäbe so viele Religionen, Götter und Göttinen, aber wir werden mit 2 Wochen getauft, also „seelisch“ vergewaltigt, dann geistig behindert und indoktriniert im Religionsunterricht und schließlich müssen wir aus einer Gemeinschaft austreten, in die wir nie eingetreten sind, wenn wir uns als Erwachsener frei entscheiden wollen. Das ist meiner Meinung nach falsch und schlecht.
Frohe Ostern

Wenn jemand, seine Religion hier nicht erwähnt findet und Lust dazu hat, kann er ja weitere der tausenden interessanten Götter und Göttinen im Kommentarbereich anführen.

Ansatzweise muss ich wenigsten noch mit einem kleinen Zynismus aufwarten. Vielleicht könnte man bei der Taufe die Kinder auch gleich in den Rapid Club einschreiben und da man (wahrscheinlich noch immer) sowieso später ÖH-Mitglied werde muss, könnte das auch gleich erledigt werden. Wem es nicht passt, der kann ja Dank der Emigrationsfreiheit auswandern, oder?

Schlussbemerkung:
Ich denke, es kann nur einen sinnvollen Religionsunterricht geben, der von Steuergeldern finanziert wird und dessen Lehrziel muss im Unterrichtsplan vorgegeben werden. Ich bin strikt dagegen, dass der Unterricht auf unsere Kosten weiterhin als verlängerter Arm irgend einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft missbraucht wird.

Es ist bestimmt nicht der Fall, dass ich alles verteufle, was mit dem Christentum zu tun hat. Es gibt auch da viele interessante Geschichten und manchmal kam ich auch mit der Moral der Geschichten klar, wenn nicht gerade ein Vater im Auftrag Gottes seinen Sohn erschlagen soll, ein Weib heilig gesprochen wird, weil sie ihren Ehemann ermordete, also in der Umarmung den Dolch in Rücken stieß usw. Hexenverfolgungen, wo die Hexe zum grausamen Tode verurteilt wurde, wenn sie zugab, dass sie eine Hexe war und wenn nicht, wurde sie umgebracht und auch für die Seele gab es keine Rettung … Teufelsaustreibungen, …. Nein, mit Negativbeispielen könnte ich das Blog füllen, aber ich suche ja nach positiven Assoziationen und da fällt mir Kunst und v. a. J. S. Bach ein. Ja, für mich ist er selbst ein kleiner Gott am Musikerhimmel und für so manche, geniale Kirchenmusik könnte ich sogar jetzt noch in die Kirche gehen. Eigentlich wollte ich aber positive Werte oder eine christliche Moral finden, mit der ich gut einverstanden bin. Ach ja, dazu fällt mir ein Erlebnis aus meiner Kindheit ein. Ich war tief religiös oder besser gesagt sehr gottesfürchtig. Schließlich wusste er ja, dass ich meinen Sitznachbar heimlich und schadenfreudig eine 5 wünschte, dass ich dem Kind einen Radiergummi versteckt habe und in Turnen sogar jemand ein Bein gestellt habe, was in meinen Kinderaugen vielleicht schon eine Todsünde war.
Irgend etwas dieser Art hatte ich wieder ausgefressen, daher ging ich eins Nachmittags freiwillig alleine in die Kirche. Ich wollte mich bei Gott entschuldigen. Kniete mich andächtig hin und erzählte im alles und das ich es bereue. Dann dachte ich an die 10 Gebote und überlegte, ob ich sonst noch etwas schlimmes angestellt habe. Plötzlich viel mir auf, dass ich ja sowieso nicht gestohlen, getötet …. usw haben kann, wenn ich meine Nächsten liebte. Ich sagte so halblaut: „Lieber Gott, hältst du mich für so dumm? Dann dachte ich, weiß er es etwa nicht, dass das gar nicht sein kann. Ist er so dumm. Der Gedanke jagte mir einen furchtbaren Schrecken ein. Mir blieb die Luft weg. Ich hatte unglaubliche Angst, weil mir ein schlechtes Gedanke über Gott kam. Ich wartete auf den Blitz mit dem er mich gleich bestrafen würde und weinte.
Es passierte nichts, aber ich hatte seit diesem Augenblick ständig Angst, es könne mir wieder ein ungehöriger Gedanke kommen und ich wollte sogar eine Zeit lang Pfarrer werden und betete jeden Abend. Immer schloss ich mein Gebet ähnlich, wie: „Bitte lieber Gott, lasse mich nichts böses denken.“
Irgendwann hat sich mein Wahn gelegt und da er mich ja nicht bestrafte, dachte ich immer fordernder über alles nach, was mir nur irgendwie in den Sinn kommen mochte. Sogar an eine Hochzeit von Gott und Teufel usw. Nun, bis heute, also über 40 Jahre danach hat er mich noch immer nicht bestraft und alle anderen Götter haben sich auch nicht eingemischt, was mich beruhigt. Denn auf Erden haben sie wirklich nichts verloren und wer die Stimme irgend eines Gottes hört, sollte sich vielleicht einmal untersuchen lassen.
Ich denke mir heute:
Ein Gott der seine Kinder, die Menschen, für so blöd hält, dass er ihnen 10 Gebote geben muss, wo eines oder zwei genügen würden, der hätte sich bei der Schöpfung schon ein wenig mehr Mühe geben können.
Frohe Ostern und auch schöne Western

Wacht beständig, denn ich glaube, dass Glaube kaum zu glauben ist

40.000 Zeugen Jehovas im Stadion bzw. das “Ende der Welt” wird analysiert” war mir Grund genug, um über Glaube nachzudenken. Die drei Vorhersagen der Apokalypse haben, nicht so ganz geklappt, daher gibt es jetzt keine genauen Zeitangaben mehr, aber die Welt geht unter, das ist sicher, denn Jehovas Zeugen glauben, dass die „letzten Tage“ in einen globalen, von Gott geführten Krieg gipfeln werden, siehe Wikipedia.
Weitere Webseiten die mich inspirierten:
Mehr als 240 Gläubige in Swimmingpools getauft und Vortrag: “Wie man das Ende der Welt überlebt.
Website von Jehovas Zeugen
dort lese ich gerade:
“In der Bibel heißt es: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19). Als Christen können wir diesen Bibeltext nicht außer Acht lassen. Und jeder, der die Welt realistisch betrachtet – mit ihrer weit verbreiteten Ungerechtigkeit, ihrer extremen Armut, ihren Verbrechen, ihren Kriegen, ihrem ethnischen und religiösen Hass –, muss folgern, dass sie mehr Beweise für Satans Einfluss erkennen lässt als für den Einfluss Gottes. Doch bei der Beschreibung dieser allgemeinen Situation wird weder vonseiten der Bibel noch vonseiten der Zeugen Jehovas Bezug auf bestimmte Personen genommen.”

Wie einfach das doch ist! Nicht die Menschen sind schuld, an Armut, Verbrechen, Krieg usw., sondern der Teufel! Das ist wirklich kaum zu glauben, dass man es sich so einfach machen kann. Aber jetzt habe ich es gelesen, kenne den Schuldigen und werde die Sache in die Hand nehmen. Ich schicke dem Bösen einen Unterlassungsanspruch per Email an teufel@hölle.net und rette damit die Welt.

glauben: überzeugt sein; sich auf jemanden verlassen; jemandem glauben; einer bestimmten Überzeugung sein
Glaube: gefühlsmäßige, nicht von Beweisen abhängige Gewissheit, Überzeugung von etwas, was man für wahr hält

Glauben Sie dass man Glauben glauben kann?
Mit anderen Worten:
Sind Sie davon überzeugt, dass man sich auf eine gefühlsmäßige Gewissheit, auf etwas, was jemand für wahr hält, verlassen kann?
Denken Sie nur, dass es vernünftiger wäre, sich nur auf etwas zu verlassen und als gewiss anzunehmen, wenn es wahr ist, oder ist wirklich nur gewiss was wahr ist.
Was wahr ist …..

Gültigkeit ist systemabhängig und bedarf der Übereinkunft der Kommunizierenden oder der Beteiligten am System. Wenn wir plötzlich anfangen “1 und 1 ist 3”, dann ist das genau so gegen diese Übereinkunft, wie wenn wir behaupten “A ist B”. Dann macht Kommunikation kaum ein Sinn, wenn man davon ausgeht, dass sich die Kommunizierenden verstehen wollen und sich etwas mitzuteilen haben.
Erkennen wir aber unsere Sprache, Regeln und Gesetze an, so kommt man schnell auf Aussageformen, logische Gültigkeit bzw. logische Wahrheit und die Prädikatenlogik.

Ich glaube, die Frage, ob ein Gott (eine Göttin) existiert ist einfach zu beantworten: “Es ist eine falsche Fragestellung, denn man kann nur eine sinnvolle Antwort auf eine sinnvolle Frage bekommen.”
Die Frage nach der Existenz von etwas, das man nicht kennt und nicht definiert hat, kann keine sinnvolle Antwort ergeben. Wer aber will behaupten, dass er Gott (die Göttin) kennt und definieren kann?
Ungläubige können Gott nicht kennen, da sie nicht an ihn/sie glauben, was aber Vorraussetzung wäre.
Gläubige können und dürfen ihn/sie, also Gott nicht kennen, da sie sonst Gotteslästerer wären (jemand der an Gott glaubt, kann und darf niemals behaupten, dass er ihn kennt und alles über ihn weiß, ihn genau mit allen Eigenschaften beschreiben und definieren kann).

Daher frage ich mich, weshalb sich die Menschen immer wieder diese sinnlose Frage stellen. Gibt es auf der Welt keine anderen Probleme? Haben alle Menschen auf dieser Welt schon ausreichend Nahrung, Trinkwasser und medizinische Versorgung? Leben schon alle glücklich und zufrieden harmonisch miteinander auf dieser Welt? Es gibt zwar theoretisch Menschenrechte, aber haben alle Mensche diese Menschenrechte? Gibt es keine Probleme auf dieser Welt die lösbar sind und keine Fragen die eine sinnvolle Antwort ermöglichen?

Ich stelle mir die Frage nach Gott (Göttin) sicher nicht und daher habe ich auch keine Antwort, weder eine richtige noch eine falsche.

Außer den Menschen, “weiß” jedes Lebewesen auf dieser Welt, was es zu tun hat, sobald es das Licht der Welt erblickt. Aber der Mensch bringt sich gegenseitig wegen einem Gott oder einer Göttin um, oder behauptet zu wissen was Gott will, obwohl man ihn dazu kennen müsste und das die schlimmst Gotteslästerung in jedem Glauben ist. Manche behaupten ein auserwählter Stellvertreter, bzw. ein Stellvertreter des Stellvertreters Gottes zu sein und damit anderen das aufzwingen zu dürfen, was sie glauben, dass ihr Glaube von ihnen verlangt.

Es ist für viele Menschen schwer zu glauben, dass man nicht unbedingt an etwas wie eine Gottheit glauben muss, selbst wenn man sich die Frage stellt bzw. wenn einem die Frage aufgezwungen wird.

Colin McGinn about atheism and anti-Theism
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=o68bcH_o1Yc&w=420&h=315]

The Atheism Tapes 2 – Steven Weinberg:

Richard Dawkins und Steven Weinberg meinten, dass Theismus mit einer wissenschaftlichen Weltsicht grundsätzlich unvereinbar sei, da Wunder wie die Auferstehung Jesu Christi die Naturgesetze außer Kraft setzen müssten. Die Wissenschaft führe demnach zwangsläufig zu Atheismus, Deismus oder Pantheismus. Ihnen zufolge sind Religionen nicht dazu qualifiziert, Antworten auf Fragen zu geben, auf die die Wissenschaft – gleichgültig ob noch nicht, oder prinzipiell – keine Antwort hat.

Die Standpunkte von Richard Dawkins und Steven Weinberg beruhigen mich ungemein, sie geben mir “Hoffnung”.

Wir leben in einem Land der Glaubensfreiheit und so soll nicht nur jeder glauben dürfen was er will, sondern meinetwegen auch predigen, verkünden und Werbung machen, solange der Spam nicht zu arg wird, aber ich darf dies dann ebenfalls: ich glaube, dass es sinnvoll und dringend wäre, an unsere Welt und die anderen Lebewesen, besonders die anderen Menschen zu denken und sich für die einzusetzen. Ich predige: Sorgt für Nahrung für Hungernde und Wasser für Durstende, statt zu einem Gott zu beten. Kümmert euch um die auf dieser Welt geborenen Kinder und nicht um irgend welche Seelen in ungewissen und unbekannten Dimensionen. Lebt in dieser Zeit an diesem Ort und fördert und schützt diese Leben statt es einem Gott zu opfern. Man kann und darf es nicht so direkt sagen, aber man darf sicher darüber nachdenken, ob es nicht ein indirektes Menschenopfer an eine Gottheit ist, wenn man betet, statt den Verdurstenden Wasser zu besorgen, wenn man betet, statt den Verhungernden Essen zu besorgen. Ich glaube, dass menschliches Wirken und Handeln sinnvoller, wichtiger und richtiger wäre als Gebete, zu welchen Gott bzw. zu welcher Göttin auch immer.
Ein Gott braucht sicher keine Hilfe von einem Menschen und die Menschen und Kinder die jetzt und hier auf dieser Welt verdursten und verhungern kennen wir – sie sind existent. Warum sehen wir sie nicht, obwohl sie aus Fleisch und Blut auf dieser Erde in dieser Zeit sind? Nein, wir suchen und sehen eine Gott in irgend einer unergründlichen Dimension, der angeblich von uns will, dass wir uns um unseren Nächsten kümmern. Tun wir das? Lieben wir den Nächsten, oder lassen wir ihn verrecken und beten in der sauberen kühlen oder angenehm warmen Kirche für ihn?

Ich glaube, der Mensch hat keinen Teufel und auch nicht das Böse zum Feind, sondern sich selbst.
Ich hoffe, das ändert sich.
Ich freue mich, dass es wenigstens hier und heute gerade keine Glaubenskriege gibt, keine Hexen verbrannt werden und keine Frauen wegen Ehebruch gesteinigt werden.

Der letzte Weltuntergang

Polarlicht

Polarlicht Bildquelle

Anmerkung zum Titel: vorläufig zumindest
Handelnde Personen: Pfafficus, Pfifficus, Pharmazeuticus, Diener des Pharmazeuticus und zz-Tierchen
Zeit und Raum: unbekannt
Beleuchtung: hell bis dunkel im sichtbaren Bereich

Pfafficus: Gott ist groß und so sind seine Waffen.
Pfifficus: Was?
Pfafficus: Die Waffen für die göttliche Zerstörung den ultimativen heiligen, gottgeführten Krieg, der zum Weltuntergang, zur Endlösung und Apokalypse führt.
Pfifficus: Was ist die Welt?
Pfafficus: Ich glaube daher bin ich. Die Welt, ist die Welt des Glaubens. Jedes Lebewesen muss an mich glauben, oder ich werde es vernichten, sprach der Herr.
Pfifficus: Der Herr Pharmazeuticus?
Pfafficus: Bist du ein Unwissender oder ein Gotteslästerer? Das darfst du jedenfalls nicht glauben, sonst bist du verdammt.
Pfifficus: Verdammt!
Ja Herr, verdammt, verdammt will ich nicht sein;
ich, ich frage nie mehr:
„wer ist der Herr?“
Ist das recht Herr?
Pfafficus: Armer Narr, Gott segne dich.
Pfifficus: Ist es wahr, dass alle Lebewesen glauben können und dass sie sich jetzt eindeutige_Zeichenkombination@tierchen nennen?
Pfafficus: So steht es in Bibel, der einzigen wahren, heiligen Schrift. Nicht die neue, in der gleichzeitig mehrere Kinder, die sich als Päpste ausgaben schreiben durften, sondern die alte, ich meine, das ganz, ganz alte Testament.
Pfifficus: Und ihr habt es entschlüsselt?
Pfafficus: Ich und meine Brüder.
Pfifficus: Was machten die Schwestern in der Zeit?
Pfafficus: Kochen, putzen, Nahrung und Kleidung besorgen, arbeiten, beten, die Kinder versorgen und den übliche Kleinkram eben.

Pharmazeuticus Diener (kanzlerxy@tierchen) naht.

kanzlerxy@tierchen: Was ist die Zeitung?
Pfifficus: Gott hat neue Waffen!
Pfafficus (zu Pfifficus): Schweig, du Narr und bete, denn für dich ist Schweigen Gold und Beten Silber.
(zu kanzlerxy@tierchen) HIV wurde abgewehrt, aber Gott rüstet mit H1N2 massiv nach, in beängstigendem Maße. Die Influenza greift nicht nur gegen Porzine, sondern wirkt in den nächsten Mutationen, so steht es in der heiligen Zeitung, gegen alle ungläubigen zz@tierchen.
kanzlerxy@tierchen: Mein Gott!
Pfafficus: Wie weit seid ihr mit dem neuen Manner? Ich predigte meinen Schafen und Schäfchen schon: „esset alle davon und ihr werdet überleben“.
Pharmazeuticus: Es gibt Komplikationen, die Zeit wird knapp, da das Glaubensgen in manchen zz@tierchen unvorhersehbar mutierte und das stand nicht in der heiligen Zeitung.
Pfafficus: Wie könnt ihr nur so dreist den Zweifel wagen, es stand natürlich in der heiligen Zeitung; ihr konntet wieder einmal nicht richtig lesen! Prüfet den Glauben, zur Not ist auch Folter Gebot und analysiert die Gene! Muss man euch wirklich die einfachsten Dinge hundert mal sagen? Ich kann doch nicht alles selbst machen. Also hurtig ins Labor und sorgt schleunigst für das Manner, die Anzahl meiner Schafe ist groß und wird noch größer. Verwechselt mir das Glaubensgen ja nicht wieder stümperhaft mit dem, für die Augen-, Haar- oder Hautfarbe!

Rasse, Rassel, Rassenpack – Glaubensfrack.
Schweinchengrippe, Adamsrippe – Dutelsack.
Pharmazeuticus entfernt sich mit einem „Grüß Gott“.

Pfifficus: Welchen?
Pfafficus: Du treibst mich in den Wahnsinn. Sei still oder du wirst es bereuen, wenn die xxteufelsaustreiber@tierchen dich hören. Die wissen nicht, dass du unschuldig dumm bist, also sei still und rede nur wenn ich es dir erlaube!

Pfifficus pfeift

Die letzte Kommunikation oder das große Letzte-Abendfressen
(2ter Teil der dadaichmusstragiccomedy)

Pfafficus und Pharmazeutikus verteilen an alle gläubigen zz-tierchen ungetestetes Radiocontaganmanner.

Gott leitet in einer total choleraischen Zerstörungswut den Weltuntergang ein und schreit:
„Die, die ich geschaffen
im Glauben an mich jetzt erschlaffen,
sie sollen sterben, samt den Affen;
alle qualvoll, langsam und schmerzhaft —
herzhaft —
sterben sollen sie“!

(die doppelten Gedankenstriche sollen Gelegenheit zum zweimal Nachdenken geben)

Mit einer wilden Geste, entlässt er zornig die H1N2-Mutanten
aus dem Glas
und gibt Gas!
Muhtanten Gäste alles aus
der Tod ein graus
letzter Weltuntergang!

Alles was glaubt ist. Die Welt ist die Glaubenswelt. Sein oder Nichtsein ist keine Frage, Glauben oder Nichtglauben entscheide, so will’s das erste Gebot.

Der Himmel verdunkelt sich und die Viren fallen über uns her.
Sie glauben nicht!
Sie sind Gottes Zorn!
Sie sind allwissend und alltötend!
Sie zerstören alles was glaubt, nicht zu glauben und lebt.

Gott steigt aus dem Sandkasten empor und weint trozig: „Halleluja, wieder alles kaputt; ich mag dieses blöde Erschaffen-vernichten-Spiel nicht mehr“! Der liebe, arme Teufel kommt ins Spiel und tröstet ihn.

Gott hat wieder einmal nicht mit dem Teufel gerechnet und auch nicht artig seine Knoblauchpillen genommen, denn der Böse hat natürlich im Labor von Pharmazeuticus mitgemischt und den ganzen radioaktiven Atommüll entsorgt. Radiocontaganmanner baut den radioaktiven Atommüll, für dessen Entsorgung der Teufel Unsummen kassierte, in die Gene der zz-tierchen ein und alle diejenigen, die davon aßen, verstrahlten. Ein kurzer heller Blitz und vorbei war es – der Himmel wurde wieder heller.

dual@tierchen zu abc-tierchen: Gut, das wir dem Pfafficus nicht glaubten!
xy@tierchen: dadaichmuss glauben
xz@tierchen: na klar, daher bist du ja und was musst du glauben?
xx@tierchen: ach, lasst ihn doch in Ruhe, soll er doch denken was er will, wir leben in einer Welt der Denkfreiheit
xy@tierchen: seit wann?
omnicognoszere2@tierchen: seit jetzt, ich meine seit vorhin, also es gab einmal eine Zeit da hatten zz@tierechen in einem Raum die Freiheit zu denken … glauben und meinen war noch verboten, aber als man dachte, dass man meinen dürfen sollte, wurde auch das Glauben erlaubt und die Meinungsfreiheit wurde natürlich künstlich und künstlerisch ins neue Zeitalter eingeführt.
aab@tierchen: welches Zeitalter?
zy@tierchen: Na in der 21sten eine_attosekunde_danach, natürlich.

Religion und Yoga, Qigong oder Tai Chi

Ich habe dazu gerade einen interessanten Artikel gefunden:
Religioese Kritik an Yoga, Qigong oder Tai Chi – eine Uebersicht.
Der Artikel umfasst übersichtlich angeordnete Kritik-Punkte:
* Kritik-Punkt: Es wird ein (falscher) Gott angebetet
* Kritik-Punkt: Gott wird durch die Natur / das Qi ersetzt
* Kritik-Punkt: Böse Geister werden (möglicherweise) angelockt
* Kritik-Punkt: Es funktioniert gar nicht, weil es Scharlatanerie ist
* Kritik-Punkt: Es funktioniert gar nicht, weil man so gar nicht wirklich heilen kann
* Kritik-Punkt: Die Einheit von Körper und Geist
* Kritik-Punkt: Entspannen kann man auch durch Beten

* Mit Teufelsaustreibung gegen Esoterik

Wirklich eine interessante Darstellung und mir fällt dazu ein, dass die Vertreter des Jenseits eigentlich auch Tanz, besonders Balett unter die Lupe nehmen sollten, denn mir sind da schon sehr seltsam anmutende Stellungen und Haltungen aufgefallen. Sah geradezu aus, als huldigten die TänzerInnen einen „fremden“ Gott.

Ich glaube, nur ein wirklich eingefleischter Anhänger einer anerkannten Religion kann z.B. eine Schwertform mit einem Gebet verwechseln.
Aber natürlich ist es nur eine Betrachtungssache, nur wenn dann jemand tatsächlich behaupten möchte, die Mohammedaner, Christen oder Juden hätten das Beten erfunden, dann wird er sogar heute noch von den Freunden von Laotse und den alten Ägyptern nur mit einem milden Lächeln bedacht.

Wenn Falun Gong – außerhalb von China, denn dort ist es ohnehin verboten – kritisiert werden würde, könnte ich das noch irgendwie verstehen (betone: nicht befürworten, sondern verstehen), da es angeblich für politische Zwecke missbraucht wurde.

Gut ich verstehe, dass es die Botschafter der anderen Welt und die Vertreter Gottes ärgert, wenn die Kirchen leer sind und die Vereine und Kurse bei denen Gesundheit und Kontemplation im Mittelpunkt stehen ausgebucht sind, aber ich hoffe, dass sie heutzutage mit Teufelsaustreibungen dem nichts mehr entgegen setzen können.
Meine Herrn, die Scheiterhaufen sind verglüht!

Es ist nicht leicht ein Gott zu sein

Film nach „Ein Gott zu sein ist schwer“ von Arkadi und Boris Strugazki. Zur Handlung ein Zitat aus Wikipedia:

Die Menschen der Erde haben in ihrem dritten Jahrtausend zu einem im Großen wie im Kleinen friedlichen Leben gefunden. Möglich ist dies, weil sie ihre Gefühle extrem kontrollieren und vor allem auf Vernunft setzen. Auf einem fernen Planeten fanden sie eine mittelalterliche Zivilisation, die sie nun für einen Test verwenden, ob denn die Menschen tatsächlich keine barbarischen Instinkte mehr in sich tragen.

Er plant eine Revolution und wird wegen siner Fähigkeiten beinahe als Gott verehrt; jedoch verliebt er sich. Seine Geliebte wird ermordet, und in den folgenden blutigen Ausenandersetzungen finden der König und Don Reba den Tod. Während Arkanar in Anarchie und Terror versinkt, wird Anton alias Don Rumata vom Raumschiff abgeholt, denn der Test ist beendet: Anton war es, dessen Reaktionen getestet werden sollten.

Drehbuchautoren: Jean-Claude Carrière und Peter Fleischmann
Regisseur: Peter Fleischmann