Kategoriearchiv: Taijiquan

Aikido: Ikkyo

Zitat aus Gespräch mit Klaus Chudziak, Teil 1, Ausgabe 4, 1995 vom Aikidojournal ..

Soweit ich mich erinnern kann, waren es damals seine runden Bewegungen, die einfach immer zum Partner paßten. Er war und ist bis heute ein Energiebündel und er versteht es, so packend und mitreißend zu demonstrieren, daß man einfach mitmachen muß. Bis zum heutigen Tag entdecke ich immer neue Aspekte in seinen Bewegungen und Erklärungen, die mir zeigen, wie wenig ich noch weiß und mich anspornen. Stets sind es in erster Linie die Grundprinzipien, die er betont und die es zu verfeinern gilt.

Da ich in dem Interview auch las: „Ikkyo erzieht sozusagen zur Bescheidenheit.“ ein Video zu Ikkyo, der Aikido-Haltetechnik (1.Prinzip).

Ikkyo: Aikido Techniques : Ikkyo from a Hook Punch

Auf YouTube findet man übrigens noch mehrere Videos zu Ikkyo.

Tai-Chi ohne Chi ist westlicher Tai-Blödsinn

75973_10151358166629665_1136344111_nund dafür sollte man wirklich nicht Kampfkünste wie Tai Chi Chuan, Bagua, Hsing-I und die Seidenfadenübungen missbrauchen, sondern ganz einfach in der Kraft-, Folter- oder eben in einer wissenschaftlich (westliche Wissenschaft) korrekt arbeitenden, physiologischen Experimentierkammer an die Geräte und Messinstrumente hängen und sich meinetwegen zu Tode schinden (lassen). Aber bei einer Seidenfadenübung für Tai Chi Chuan, Bagua und Hsing-I zu fordern, dass alle esoterischen, missverständlichen und unwissenschaftlichen (natürlich handelt es sich, um die einzige Wissenschaft die der Kommentator kennt und die ist westlich) Termini eliminiert werden sollen, ist wohl so ziemlich das Dümmste, was mir je begegnet ist. Das wäre fast so, als würde der Papst plötzlich behaupten, dass es keine Gott gibt, oder Nietzsche von der Kanzel predigen. Es ist einfach total verrückt.
Die exaktesten westlichen Naturwissenschaften haben in ihrer Terminologie einen Sauhaufen, dass mir die Grausbirne aufsteigt. Psychologen und Psychiater können die Psyche nicht definieren, Dermatologen behandeln die ganze Cutis (aber Cutikologe klingt nicht so toll) und in der Physik, Mathematik …. eigentlich in jeder wissenschaftlichen Fakultät findet man eine historisch gewachsene Terminologie. Ich kann also ganz einfach und allgemein bleiben und muss keine String-Theorien, Branen, hypothetische Schwerkraftteilchen, Parallelwelten und …. ins Feld führen. Darüber hinaus geben Ärzte sogar das Körpergewicht in kg an, aber aus Tai Chi will jemand Chi, Sung (Song) und Dantian verbannen. Ich schreibe mir das nicht auf, weil ich mich darüber ärgere, sondern weil ich es unfassbar finde wie einfältig und selbstherrlich manche Ignoranten anderer Kulturen doch sein können, siehe z. B die Kommentare auf https://www.youtube.com/watch?v=eltVM5A89lM

Naja, eigentlich hielt ich nur Ausschau nach neuen Seidenfaden-Videos und obiges ist auch nicht das beste, von denen die ich heute neu gefunden habe.

Dabei ist Chi meiner Vorstellung nach wirklich nicht sehr esoterisch, sondern schlicht und einfach die Lebensenergie, die einen toten Menschen von einen lebenden unterscheidet. Ach ja, wie nennt man den diesen Unterschied exakt wissenschaftlich schnell wieder? Entfleuchte Seele. vielleicht?

Naja, was solls, es handelt sich ja nicht nur um einzelne, durchgeknallte Individuen, – ich lese gerade den Titel vom neuen Profil, der da lautet: „Die Wissenschaft sucht Gott und findet ihn nicht!“ sondern, ich möchte fast sagen: „Die spinnen, die Menschen.“
Zuerst unterscheiden sie in Wissen und Glauben, sagen dass man Wissen nicht durch Galuben erlangen kann (weiß jeder Taferlklassler, der geglaubt hat, er kann ohne zu lernen, wissen sie er eine Matheaufgabe löst) und dass Glauben wissenschaftlich weder verifiziert noch falsifiziert werden können kann, da es sich sonst ja um keinen Glauben, sondern um Wissen handeln müsste. Trotzdem entblödet man sich nicht wissenschaftlich nach Gott zu suchen, amen. Vor hunderten Jahren, als man schon wissenschaftlich nach der Seele, Gott und alle möglichen und unmöglichen eigentlich per definitionem wissenschaftlich ausgeschlossenen Gegenständen der seriösen Wissenschaften suchte war die Kirche noch sehr mächtig und das Kommunikationssystem recht bescheiden, weshalb ich das verstehe, doch heute sollten sie sich endlich einig werden, was Wissenschaft ist und was Gebet. Oder ist das ohnehin längst geklärt und ein paar Zurückgebliebene, wollen immer wieder eine neue Diskussion zu diesen sinnlosen, widersprüchigen und falsch gestellten Fragen erzeugen, um die Aufmerksamkeit durch ausgesprochene, seltene Dummheit zu erlangen.

Weblinks:
Seiden-Übungen
Die Seidenübungen im Chenstil Taijiquan

Mein Plan bezüglich TCC für nächstes Halbjahr

Den Schwerpunkt werde ich nächstes Semester auf Tui Shou legen.
Ja, dieses Semester geht dem Ende zu, daher plane ich bereits für das kommende. Fix ist bereits Taiji Dao – Der Säbel (29.01.2010 – 31.01.2010) und im Februar mehrere Tage Chen Stil Taijiquan pro Woche im Shu Jian.
Ab März soll es dann wie folgt weiter gehen.
Montag: Tui Shou – Pushing Hands (22.02.2010 – 17.05.2010) und anschließend Taijiquan Langform (31.05.2010 – 28.06.2010).
Dienstag: wahrscheinlich Aikido (kommt ganz neu dazu, aber Aikido muss ich unbedingt näher kennen lernen).
Donnerstag: Taijiquan Spezial (25.02.2010 – 01.07.2010) und
Samstag: Chen Stil im Shu Jian.
Ob es sich zeitlich einrichten lässt weiß ich noch nicht, aber auf meiner Wunschliste stehen weiters noch:
Tui Shou – Pushing Hands Tag
Nikolaus Deistler
11.04.2010

Tui Shou – Pushing Hands Workshop
Wilhelm Mertens
29.05.2010-30.05.2010

Tui Shou – Pushing Hands Tag
Chaitanya Franz Pölzl
20.06.2010

und
Taiji Dao – Der Säbel
Nikolaus Deistler
09.04.2010-11.04.2010

Taiji Dao – Der Säbel
Nikolaus Deistler
11.06.2010-13.06.2010

Den Sommer werde ich dann hauptsächlich auf der Slackline verbringen und mich tapfer den Gelsen auf der Donauinsel und den Praterwiesen stellen. 😉
In Qigong werde ich in kleinen Einheiten zwischendurch einmal das verarbeiten, was ich bis jetzt gelernt habe.

Die Hüfte im Taijiquan

Dieser Artikel beinhaltet nur vorläufige Notizen, die später ergänzt werden.
Die Kua (Hüftgelenk) öffnen und Hüfte und Schultern verbinden sind zwei sehr wesentliche Grundlagen des Taijiquan. Die Hüfte könnte man überhaupt als zentrales Organ (bzw. Gelenk, Strukturlement) im TCC bezeichnen und sie auch von der Lage und vom Schwerpunkt her sehr zentral, nahe dem Dantian, gelegen. Übrigens bedeutet Hüfte und Schultern verbinden, dass von innen her alle Muskeln im Schulter- und Hüftbereich entspannt (nicht schlaff) werden und so sich die entspannten Bereiche um die Schulter und Hüfte ausdehnen, bis sie ineineinander fließen. Dieses Prinzip wird dann in der „stehenden Säule“ auf den gesamten Körper ausgeweitet, wobei markante Punkte, also Knie und Ellbogen, so wie Hand- und Fußgelenk als Anhaltspunkte dienen. Im Endeffekt soll jeder Punkt des Körpers mit dem Dantian speziell verbunden sein.
Wegen der zentralen Bedeutung der Hüfte notiere ich mir hier ein paar Artikel zu diesem Thema.
Zuerst ein Video zur Anatomie der Hüfte:

Dann merke ich mir den Artikel „Hüfte in TCM, Qigong und Yoga“ wo man auch weiterführende Links findet. Ein Kurzzitat von dieser Seite auf innere-kraft-64.de:

Beim Qigong, Tai Chi Chuan wird das Becken gekippt und damit die Lendenwirbelsäule gekippt, so wie es automatisch geschieht, wenn man sich hinsetzt. Der Schwerpunkt des menschlichen Körpers liegt knapp oberhalb der Hüften. Vögel haben ein zweites Gleichgewichts-Zentrum in den Hüften, damit sie nicht vom Ast fallen. Da Menschen ….

.
Den Weg der Schritte und der Kraft auf Der Kleine Rahmen des Chen Stil Taijiquan
notiere ich mir und „Opening at the Kua“ exercises .

Weblinks:
Allgemeines zu Articulatio coxae (Hüftgelenk auf Wikipedia)
Hüftgelenkserkrankung Coxarthrose
Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose)
Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose)
Hüftgelenksarthrose (Wikipedia)

Kleiner himmlischer Kreislauf

In letzter Zeit komme ich zwar kaum dazu mir Notizen aufzuschreiben, aber die Qigong- und Taiji-Übung versäume ich nicht. Unabhängig von den Kursinhalten (dort ist man schon fortgeschrittener) übe ich derzeit hauptsächlich den kleinen Energiekreislauf auf das Steigen und Sinken abzustimmen. Natürlich auch auf die Atmung, aber das ist ohnehin durch den Energiekreislauf und die Taijiprinzipien vorgegeben. Ich werde das noch länger aufeinander abstimmen müssen, damit ich dann wieder ganz von vorne beginnen kann und in jede Bewegung der Form den Energiekreislauf und die zugehörige Atmung einbringen kann.
Dazu sammelte ich ein paar Hintergrundinfos zum kleinen himmlischen Kreislauf auf „Quellen“:
Die Energie wird dabei entlang des wichtigsten Yang-Meridians, dem Dumai (Lenkergefäß) und dem wichtigsten Yin-Meridian, dem Renmai (Dienergefäß) geführt (die beiden sollen den Fluß der Yang- und Yinenergie in den zwölf organbezogenen Meridianen regulieren).
Beim Einatmen (Steigen) soll die Zungenspitze den oberen Gaumen berühren und beim Ausatmen läßt man sie wieder fallen und im Unterkiefer ruhen. Vom Steißbein die Wirbelsäule hinauf einatmen, über den Kopf bis zum oberen Gaumen. Dabei zieht man die Muskeln am Steißbein und Beckenboden zusammen (die Zunge am Gaumen und die Kontraktion des Beckenbodens schließt den Kreislauf der zwei Hauptmeridiane). Am Gaumen angekommen lässt man die Zunge also fallen und atmet leicht durch den Mund aus, wobei die Energie von der Zungenspitze an der Vorderseite des Körpers zum Dammpunkt hinunter sinkt.
Das möchte ich möglichst automatisieren und harmonisch aufeinander abstimmen, damit ich mich dann zum großen Kreislauf vor wagen und in die Form eingauen kann.
Der kleine himmlische Kreislauf ist aber nicht nur eine Übung für Innere Kampfkünste, sondern der Energiekreislauf ist genau so bedeutsam für die Heilung und die die innere Alchemie.

Weblinks:
Das „Reine Qi“ im Kleinen Energiekreislauf
Der Kleine Himmlischer Kreislauf – eine Qigong Meditation fuer mehr Energie
Qi Gong Stile, Übungen, Geschichte
Handbuch Reflextherapie: Shiatsu. Akupunkt-massage nach Penzel. Tuina