Kategoriearchiv: Geräte

Raspberry Pi

Logo von Raspberry Pi
Logo von Raspberry Pi
Ich unterhielt mich unlängst mit einem Freund über ein Projekt (Roboter mit KI-Elementen), das ich gerade in Planung habe. Ich erklärte, wie ich die Mechanik mit BASIC Stamps steuern wollte usw. Er fragte, weshalb ich keinen Rasperry Pi verwende, der wäre dazu besser geeignet und ich wäre ohnehin ein langjähriger (20 Jahre) Linuxfreund. Einen was? fragte ich, Raspbeery Pie so wie Himbeerstrudel? Nein, wie Himbeere 3,14.. war seine Antwort. Ich duckduckgote nach Raspberry Pi und wow, bei den Ergebnissen freute ich mich, wie ein kleines Kind, das einen Spielzeugkatalog bekommen hat und sich etwas aussuchen darf. Das ist ja ein geniales Teil und geradezu wie geschaffen für mein Projekt.
Bildquelle: Wikipedia
Bildquelle: Wikipedia
Also momentan bin ich noch am gustieren und daher notiere ich mir vorerst einmal ein paar Weblinks:
https://www.raspberrypi.org/
Raspberry Pi (Wikipedia)
Raspberry Pi: 10 Erweiterungen, die den Mini-Rechner noch besser machen
Raspberry Pi auf Conrad und Geizhals
New Out Of Box Software (Recommended) Raspbian mit dem Debian Logo, das sieht ja fantastisch aus.
auf YouTube
Die besten Verwendungsmöglichkeiten für Raspberry Pi
Die zehn besten Raspberry-Pi-Hacks 2013
reichelt
ELV
Pollin
ELV
Raspberry Pi PiFace
Raspberry Pi, Modell B mit 8 GB microSD-Karte und NOOBS
Raspberry Pi Embedded Pi Board
So, jetzt kann ich nur noch sagen: „Bitte nicht stören, ich bin beschäftigt“.

shinobee Intel Core i7 4770 Multimedia PC – Teil 1

Teil 2 || Teil 3


Mein alter PC gab schon sehr seltsame Geräusche ab und außerdem war er nach Jahren zufriedenstellender Leistung schon ziemlich langsam. Also wurde es Zeit für einen Austausch. Meine letzten PC’s bezog ich bei TUXEDO Computers, womit ich immer zufrieden war. Aber ich musste mir dann eben immer ein Windows besorgen, denn ich möchte auf dem PC Debian, Fedora und Windows, obwohl ich eigentlich nur Debian verwende. Es ist nicht lange her, da legte ich mir einen Laptop mit vorinstalliertem Windows zu, da musste ich es umgekehrt machen, also Linux nachinstallieren. Da bemerkte ich auch, dass die Entwicklung in den letzten Jahren, von mir unbemerkt, voran schritt. Siehe UEFI statt BIOS.
Ich kannte die Firma Shinobee nicht und das Angebot haben sie auch nicht auf ihrer Website, sondern ich fand es auf Amazon (von dort stammt auch das Bild oben). Da ich auf Markennamen, wie Dell …. keinen Wert lege und mir früher ohnehin alle PC’s selbst zusammenbaute, interessierte mich bei dem Angebot auch nur was drin ist und nicht was drauf steht. Da steht auch nichts drauf und drin soll sein:

Produktbeschreibungen
Ausstattung:
Prozessor: Intel Core i7 4770, 8 Threads, 3900 MHz
Mainboard: Intel Mainboard (1x PCI 16x, 4x DDR3, externe Anschlüsse siehe Bild)
Arbeitsspeicher: 32 GB DDR3 RAM
SSD: 1000 GB SSD (Windows und Programme starten enorm schnell durch eine SSD)
DVD-Brenner: 22x Dual Layer Multiformat DVD-Brenner (CD-R, CD-RW, DVD±R, DVD±RW, DVD+R9 (DL))
3D-Grafikkarte: Intel HD Graphics, externe Anschlüsse siehe Bild
Gehäuse: Midi Tower (H: 40cm x B: 17cm x T: 43cm), Seitenteile einzeln abnehmbar, Farbe schwarz
USB 3.0: ja, Anzahl siehe Bild
WLAN: ja, 150 MBIT, USB-Adapter, nur 1cm groß, bereits eingesteckt und installiert, sofort benutzbar
Netzwerk: 10/100/1000 MBit/s Ethernet LAN, DSL fähig
Sound: integrierter OnBoard 5.1 Controller, HD Audio
Netzteil: Super Silent Netzteil
Betriebssystem: Original Microsoft Windows 11 Professional 64 Bit (komplett mit Treibern installiert und bereits aktiviert)
Office: MS Office 2010 Starter Vollversion inkl. Word 2010 und Excel 2010 – kein Abo, unbegrenzte Laufzeit
Virenscanner und Internetschutz: GData Internet Security (neueste Version) Vollversion, inkl. 1/2 Jahr Updates

Für mich schien € 402.- dafür ein angemessener Preis zu sein und ich kaufte ihn, was ich nicht bereue. Abgesehen vom Zeitpunkt, denn jetzt ist er um 8% billiger. 👿
Ich baute das alte Gerät ab und schloss den gerade ausgepackten PC an. Als ich von hinter dem PC hervor kroch, mit der Absicht ihn jetzt zu starten – oh, wie peinlich – um ihn hoch zu fahren heißt es natürlich, 😉 staunte ich nicht schlecht, denn ich sah bereits das betriebsbereite fertige Windows. Da ich LAN über die Steckdose, also einen Powerline-Adapter (einen TP-Link bekommt man ab ca. € 40.-) benutze und das Ethernet-Kabel schon angeschlossen hatte, war ich auch schon mit dem Internet verbunden und musste nicht einmal ein Kennwort eingeben.
Das man mir die mühsame Eingabe diverser Codes und Lizenz Schlüssel erspart hat, finde ich erfreulich. Auch höre ich das Gerät nicht einmal. Die ersten Spielereien zeigten mir, dass im Großen und Ganzen alles funktionierte und zwar mit einer Geschwindigkeit – wow, da habe ich meinen Oldtimer anscheinend mit einem Bugatti ausgetauscht. 😆

Die Abbildung auf Amazon stimmt zwar nicht mit dem Original überein, aber das Original finde ich ohnehin praktischer, da sich die Anschlüsse nicht auf der Vorderseite, sondern am oberen Rand befinden.
Nur meine Kaffeetasse sollte ich da vielleicht nicht mehr drauf stellen, aber ein PC ist ja eh kein Beistelltischchen. Der USB-Hub mit dem zusätzlichen Audioausgang für Kopfhörer war natürlich nicht in der Lieferung.

Gut, mit dem Gerät bin ich also sehr zufrieden, mit mir selbst aber weniger, denn ich habe jetzt schon zwei erfolglose Versuche – Debian zu installieren – hinter mir. Aber anderseits sollte ich auch mit mir etwas nachsichtiger sein, denn immerhin habe ich UEFI ja gerade letztes mal kennen gelernt und da muss ich mir einfach noch ein paar grundlegende Kenntnisse aneignen. Wie es mir dabei ergeht notiere ich mir hier, so kann ich mir auch gleich die Quellen notieren und mir einen Überblick schaffen.

Als erstes werde ich mich aber dem Motherboard zuwenden, dem MSI H87-G43 und ein Update auf Click Bios 5 von 4 vornehmen. Aber auch bei den Einstellungen im aktuellen BIOS blicke ich nicht richtig durch, was ich als erstes ändern werde. Dazu werde ich mir hier einen Artikel Teil 2 über das H87-G43 anlegen.

Bei der Partitionierung habe ich bestimmt auch Fehler gemacht, denn ich wusste nicht einmal, ob ich eine eigene kleine UEFI-Partition zusätzlich zu der Linux-Partition benötige, aber Eines nach dem Anderen, zuerst kümmere ich mich einmal um das Motherboard und die Einstellungen im Click BIOS.

Nachträgliche Anmerkung:
Leider habe ich jetzt doch einen Mangel festgestellt – der Audio-Ausgang funktioniert nicht. Habe mir mit einem USB auf Kopfhörer Stick geholfen, wie ich es vorher schon fotografierte. Aber da war dieser noch für meine Kopfhörer gedacht, jetzt muss ich aber die Boxen damit anschließen. Dafür gibt es natürlich einen Punkteabzug in meiner Bewertung.

Meine Delonghi ESAM 3550 ist wirklich „magnifica“

Mit der Delonghi MAGNIFICA ESAM 3550 (das Beitragsbild stammt von delonghi.com) bin ich sehr zufrieden. Nicht nur weil das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung war und sie einen guten Cappuccino kocht, sonder auch, weil man sie einfach zerlegen und pflegen kann. Die Brüheinheit kann man einfach entfernen und reinigen. Man muss die Maschine nur vorher ausschalten, damit sie in die richtige Stellung kommt. Hier meine Brüheinheit bei der Reinigung. brüh1

brüh2 Einfach die zwei roten Klappen zusammen drücken, heraus nehmen und mit Wasser säubern.
Leider hat sie seit eingier Zeit keinen Milchschaum mehr gemacht, weshalb ich mir die Sache einmal genauer ansah. Die Maschine ist so leicht und einfach zu zerlegen wie ein Computer. Schrauben raus, die Seitenteile heraus schieben und dann die restlichen Teile abschrauben.
Ich habe gelesen, dass es mit der Kupplung für den Milchaufschäumer ab und zu Probleme gibt, aber der kostet bei Amazon z. B. wengier als € 7.-

Oder wenn einem, wie es bei mir der Fall war, gleich eine kaputte Dichtung entgegen kommt, dann genügt auch ein neues Dichtungsset.
Natürlich hatte ich keines bei der Hand, aber ich habe mir zu helfen gewusst. Ein gewöhnliches Gummiringerl sorgt dafür, dass ich nicht auf meinen leckeren Cappuccino verzichten muss, bis ich Ersatzdichtungen besorgt habe.
Nicht ganz professionell, aber es funktioniert.
Und weil der Kaffee jetzt wieder so gut schmeckt, noch ein paar Bilder vom Innenleben der „Magnifica“. 😉
kaputteDichtungdelonghikupplungdelonghidelonghi-elektronikdelvonobendelonghiheiz

Polar Pacer bzw. Vantage V3 und Polar H10 Herzfrequenz-Sensor

Update: Den Artikel schrieb ich im Jänner 25 und seit Ende Jänner 25 verwende ich die Polar Vantage V3 und kann sie mit gutem Gewissen weiter empfehlen.


Nachdem ich mit billigen Smartwatches schlechte Erfahrungen sammeln musste, siehe Marsyu ET570 Smartwatch im Vergleich Teil 1 – Vorwort, dachte ich mir, dass mir eigentlich der Brustgurt genügt.
Allerdings faszinieren mich diese kleinen technischen Wunderdinger schon sehr. Also was kann man von einer Smartwatch und € 20.- denn schon erwarten und meine weiteren zwei kosteten auch jeweils nur etwa € 70.-
Eine Sportuhr für Fortgeschrittene und Profis, wie die Polar Vantage V3 wollte ich mir aber doch nicht leisten. Da ich mit dem Polar H10 Herzfrequenzsensor am Brustgurt von Polar sehr zufrieden bin, mir die App Polar Flow und das Webinterface Polar Flow auch gut gefällt, entschied ich mich es mit einer weiteren Smartwatch, der Polar Pacer zu versuchen.
Direkt auf polar.com kostet sie übrigens € 239,90 siehe Polar Pacer und auf Amazon € 138,441.- siehe Polar Pacer.

Es war auf jeden Fall eine sinnvolle Ausgabe, denn die Uhr funktioniert nicht nur sehr gut, sondern ich kopple sie auch bei Aktivitäten mit dem H 10 Sensor am Brustgurt und nicht zuletzt bin ich begeistert vom Internetportal. Es motiviert mich sehr meine Aktivität zu steigern und meine Fitness zu verbessern.

In so hochmotivierten Phasen neige ich stark zur Übertreibung, wodurch ich meine Vorhaben immer wieder schnell aufgab und dann völlig erschöpft gar nichts mehr macht. Durch die Kontrolle auf Polar Flow hat sich das geändert. Ich plane meine Aktivitäten im Saisonplaner und beachte meinen Zustand und meine Verfassung.
Dadurch konnte ich meine Fitness schon verbessern, mein Übergewicht reduzieren und es wirkt sich auch allgemein insgesamt positiv auf mich und meinen Lebensstil aus, wobei mir die Redewendung von Juvenal einfällt: „Mens sana in corpore sano“.

Eigentlich haben sich meine Aktivitäten schon gesteigert als ich mir vor Monaten den Brustgurt zulegte, aber mit der Uhr konnte ich sie optimieren und den Effekt kontrollieren. Wenn ich das jetzt noch ein paar Monate beibehalte, werde ich bei meiner nächsten Anschaffung den Preis anders einschätzen, denn Gesundheit und Fitness ist mir natürlich wichtig. Da die Polar-Produkte offensichtlich dazu stark beitragen meine Fitness zu verbessern, wird meine nächste Uhr wahrscheinlich eine Polar Vantage V3. Aber aktuell bin ich mit H10-Sensor, Polar Pacer, Polar Flow App und Webinterface völlig zufrieden.

Weblinks:
Polar

Marsyu ET570 Smartwatch Teil 5 – Funktion Blutzuckermessung

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Grafik von Wikipedia

Nachtrag ein paar Tage nach Veröffentlichung des Artikels:
Da die SW nachmittags immer Blutzuckerwerte zwischen 120 und 130 mg/dl anzeigte, obwohl ich kein Mittagessen einnehme habe ich an einigen Tagen die Werte mit einem medizinischen Messgerät den Blutzucker im Blut (Stich in die Fingerkuppe) nachgemessen und er war immer zwischen 80 und 90 mg/dl.
Daher habe ich die Messung auf der SW abgestellt und das Modul deaktiviert. Ich finde die Messung unbrauchbar!
Aber auch hier erreiche ich nach Kalibrierung und „persönlicher Messung“ wesentlich bessere Werte. Ob nur der Algorithmus dafür verantwortlich ist, oder ob nach der Kalibrierung die Messung besser funktioniert kann ich natürlich nicht feststellen.


Da ich mit Blutzucker nie zu tun hatte muss ich mich zuerst einmal informieren, welche Werte eigentlich der Norm entsprechen.
Ich habe mich jetzt auf mehreren seriösen Seiten schlau gemacht und herausgefunden, dass die Normalwerte so aussehen sollten:
nüchtern 3,3 bis 5,6 mmol/l = 60 bis 100 mg/dl
nach dem Essen bis 7,8 mmol/l = 140 mg/dl

Wie misst man Glucose im Blut?
Die Zeiten der Uroskopie oder Harnschau sind erfreulicher Weise vorbei. Und um Diabetes mellitus (honigsüßen Durchfluss) zu diagnostizieren muss man auch nicht mehr am Urin riechen oder ihn kosten, wie Thomas Willis, der den Geschmack des Urins bei Diabetes im Jahr 1675 als “honigsüß” beschreibt.
Auch die Fehling-Probe oder Trommersche Probe ist nicht mehr erforderlich.
die Uringlukosemessung ist auch heute noch gut möglich mit verschiedenen Teststreifen wird da alles mögliche gemessen, sieh e z.B Urinanalyseteststreifen.

Zitat Wikipedia:

  • Bei der reflektometrischen Messung wird durch die enzymatische Umsetzung der Glucose ein Farbstoff erzeugt oder verändert. Die Farbveränderung lässt sich in den Blutglucose-Wert umrechnen.
  • Die ersten Geräte für den Hausgebrauch bestimmten den Zuckergehalt photometrisch. Dazu wurde ein Blutstropfen auf einem Probenstreifen in einen Strahlengang im Geräteinneren eingebracht. Der Zuckergehalt wurde dann anhand der charakteristischen Lichtabsorption der mit der Glucose reagierenden Teststreifenchemie ermittelt. Die Lichtabsorption ist von der Glukosekonzentration abhängig.
  • Bei der amperometrischen Messung wird das Blut auf einen kleinen Teststreifen aufgebracht und im Teststreifen über eine Kapillare zu einem von außen nicht sichtbaren Testfeld eingesaugt. Dort reagiert die Glucose mit einem Enzym, z. B. Glucose-Oxidase, und schließt den Kontakt zwischen verschiedenen Elektroden. Das Blutzuckermessgerät legt an diese Kontakte eine definierte elektrische Spannung und misst im Zeitverlauf die Stromstärke, die durch das Blut geleitet wird. Aus dem Stromstärkenverlauf bestimmt das Gerät dann den Blutzuckerwert. Diese Biosensor-Methode, die es seit den 1990er-Jahren in Geräten für Endverbraucher gibt, ist zum Standardverfahren geworden. Es bietet den Vorteil, dass es automatisch ablaufen kann, während die früheren Verfahren Auftrag und Wegwischen der Blutprobe erforderten.

Neben dem Urinanalyseteststreifen wird heute aber hauptsächlich über eine Blutprobe (Picks in die Fingerkuppel) gemessen, wie bei dem Gerät FORA Duo 2-in-1 (Blutzucker, Keton) Blutzuckermessgeräteset (mg/dl). Aber auch CGM Sensoren wie der FreeStyle Libre 3 Sensor sind eine gute Option.
Zu Kontinuierlich messender Glucosesensor lese ich auf Kontinuierliche Glukosemessung (CGM):

Es gibt Geräte, die regelmäßig den Zuckerwert im Unterhautfettgewebe messen. Diese kontinuierliche Glukosemessung kann die herkömmliche Messung der Blutzuckerwerte nicht völlig, aber weitestgehend ersetzen. Sie ist auch in Kombination mit einer Insulinpumpe möglich.

Die Infrarotspektroskopie, bzw. Infrarotmessung hat jedenfalls Zukunft , denke ich und auf Blutzuckermessung: Infrarot statt invasiv lese ich:

Delbeck: Wir arbeiten mit einem schwingungsspektroskopischen Aufbau mit einer Lichtquelle im nahen Infrarotbereich (mit längeren Wellenlängen als im sichtbaren Spektralbereich) und einer speziell konstruierten Reflexionsoptik, was zu hervorragenden Signal/Rausch-Verhältnissen führt. Durch den Kontakt von stark durchbluteter Haut an der ebenen Seite einer halb-sphärischen Linse können Spektren dieses Hautbereiches aufgenommen werden, wobei rückgestreute Photonen aus den oberen Hautschichten gesammelt, auf einen Detektor fokussiert und anschließend analysiert werden. In den oberen Hautschichten befindet sich Glucose in den blutführenden Kapillargefäßen, welche Strahlung bestimmter Wellenlängen absorbiert. Zur Differenzierung zwischen Gewebs- und Blutglucose sollen die durch den Herzschlag bedingten Blutvolumenänderungen, auch über einen pulsplethysmografischen Triggerimpuls gesteuert, genutzt werden, sodass anschließend mittels spezieller multivariater Datenanalyse die glucosespezifischen Signale herausgefiltert werden können.

Wie ich schon im Überblick sagte, recherchierte ich dazu und verschiedener, mehr oder weniger seriöser Quellen zufolge, soll diese Technologie aber erst in Entwicklung und noch gar nicht am Markt sein. Die Marsyu ET570 verfügt aber bereits über diese Funktion, daher mein Interesse. Ich werde die Funktion mehrfach testen und die Ergebnisse mit medizinischen Tests vergleichen.
Zu Uhren täuschen Blut­zucker-Messung vor und Vorsicht bei der Benutzung von Smartwatches mit angeblicher Glukosemessfunktion kann ich nur sagen: „Wenn bei einer sogenannten Studie 3 Uren an 2 Probanden und einer Banane mittels ein paar Messungen durchführt wurde, könnte diese Studie von der besten UNI der Welt stammen, was kaum je der Fall sein wird, so wäre mir diese Studie trotzdem wirklich völlig Banane“!
Wäre ich Diabetiker, würde ich ich aber bestimmt noch nicht auf eine SW verlassen, sondern den kleinen Stich in Kauf nehmen. Da ich aber mit Blutzuckerwerten nie zu tun hatte, musste brauchte ich eine etwas längere Einführung. Jetzt aber zu meiner Erfahrung mit der SW.

Man kann in H-Band unter „Einheiten“ mmol/l oder mg/dl auswählen, was einem das Umrechnen erspart. Da mein mein medizinisches Gerät auf mg/dl eingestellt ist, wählte ich in H-Band ebenfalls mg/dl.

Ich führte 6 Messungen mit jeweils dem medizinischen Gerät und mit der SW durch, also insgesamt 12 Messungen. In 2 Tagen jeweils einmal am Morgen und am Abend vor und 2 Stunden nach dem Essen.
Die SW maß bei den 2 Messungen am Abend an 2 Tagen, also 4 mal gut 10mg/dl mehr, wies also höhere Werte auf, aber die Unterschiede zwischen vor und nach dem Essen blieben im gleichen Verhältnis. Bei den 2 Messungen (1 pro Tag, denn ich frühstücke nicht) waren die Werte auf der SW etwas niedriger. Dazu sei angemerkt, dass ich auch mit dem medizinischen Gerät bei 2 Messungen hintereinander leicht unterschiedliche Werte erhielt.
Insgesamt bin ich überrascht und ich denke, dass die Marsyu bei der Blutzuckermessung einigermaßen vernünftige Richtwerte liefert, allerdings haben ein paar Messungen im Laufe des Tages gezeigt, dass die SW um 15 bis 20 mg/dl zu hohe Werte misst. Damit würde ich sagen, dass man sich nicht auf die Werte verlassen kann.

Aber auch eine CGM-Messung über 14 Tage kann Abweichungen zeigen, manchmal sogar bis zu 25 mg/dl. So gesehen ist die SW sogar genauer. Um mehr sagen zu können müsste man natürlich sehr viele Messungen und Vergleiche durchführen und ev. auch mit einem zweiten medizinischen Messgerät.

Ein Vorteil bei der SW ist weiters die häufige Messung und die übersichtliche Datenaufbereitung. Sie misst alle 10 Minuten und zeigt in einem Diagramm den Tagesverlauf an. mit dem Maximum, dem Minimum und den Durchschnitt des jeweiligen Tages.

Etwas unverständlich ist für mich, dass der Wert im Laufe des Vormittags ansteigt, obwohl ich nicht frühstücke. Dass er dann bis zum Abendessen abfällt finde ich logisch und dass er im Schlaf am niedrigsten ist wird auch normal sein und stimmen, denke ich. Ich fragte mich, ob ein paar Tassen Kaffee dazu führen könnten, oder ob da nicht doch ein Algorithmus eingebaut ist, der mit Frühstück und Mittagessen rechnet.

Als ich von einem Bekannten, der Diabetiker ist und die gleiche SW besitzt die Werte sah, war mir klar, dass die Marsyu ET570 keine Fake-Werte liefert, sonder tatsächlich gut misst. Seine Maximalwerte waren um bis zu 70 mg/dl höher, die Durchschnittswerte und Minimalwerte waren ebenfalls signifikant höher.

Als Richtwert finde ich die Blutzuckerüberwachung brauchbar, vor allem da ich weiß, dass die medizinisch relevanten Messungen immer niedrigere Werte ergeben haben. Aber ich bin überrascht, dass sie überhaupt so gut funktioniert.

Man kann im H-Band auch eine manuelle Messung durchführen, aber wenn man auf der Uhr auf Blutzucker geht, zeigt sie ohnehin aktuelle Werte an.

Weitere Weblinks für die Recherche:
Geschichte der Diabetologie
diabetis museum
Diabetes mellitus
Geschichte der Diabetologie
Blutzucker
Honigsüßer DurchflußBlutzuckermessgerät
PDF: Nichtinvasive Messung von Blutparameter mit Infrarot – Quantenkaskadenlaser und photoakustischer Detektion (Dissertation von Arjan Xhelaj)
Uhr: alles okay – Patient: tot! etwas reißerisch formuliert und 40mg/dl Abweichung habe ich auch schon bei Glukoseüberwachungssensoren gesehen.
Wieso die Blutzuckermessung per Smartwatch auf sich warten lässt
FDA warnt: Blutzucker nicht per Smartwatch messen
Kontinuierlich messender Glucosesensor
Infrarotmessung: Zuckerwert bestimmen mit der Smartwatch?
GlucoCare SOS Smartwatch sieht exakt aus wie die Marsyu ET570
CGM (Continuous glucose monitoring)