1.104.4 – Verwalten von Diskquotas

Prüfungskandidaten sollten in der Lage sein, Diskquotas für Benutzer zu verwalten. Dieses Lernziel beinhaltet das Einrichten von Diskquotas für ein Dateisystem, das Bearbeiten, Prüfen und Erstellen von Berichten über Userquotas.

Die wichtigsten Dateien, Bezeichnungen und Anwendungen:

* quota
* edquota
* repquota
* quotaon
Das Erstellen von Diskquotas hatte in der ersten Version der LPI101 Prüfung nur eine Bewertung von 1, es ist also fragwürdig, ob überhaupt nur eine Frage zu diesem Thema in der Prüfung vorkommt. Trotzdem ist es ein offizielles Thema und wird daher hier behandelt. Abgesehen von der niedrigen Bewertung ist es aber doch so, daß es ein sehr praktischer Mechanismus ist, den man in der Systemverwaltung häufig brauchen kann.

Worum geht es? Quotas sind Mechanismen, die es erlauben, bestimmten Usern oder Gruppen einen eingeschränkten Platz auf einem bestimmten Dateisystem zu gewähren. Das heißt, es ist z.B. möglich, einem User fest vorzugeben, wieviel Platz er in seinem Homeverzeichnis nutzen darf. Damit kann verhindert werden, daß ein User übermäßig viel Platz in Anspruch nimmt und so den anderen Usern Platz wegnimmt. In der Praxis findet man diesen Mechanismus häufig bei Webservern, die bestimmten Usern eine eingeschränkte Menge Platz anbieten, um Webseiten darauf abzulegen.

Das Prinzip der Quotas läuft darauf hinaus, daß der Kernel bei jedem schreibenden Zugriff eines Users auf ein Dateisystem überprüft, ob der User noch Platz hat, oder ob er seine Quote schon erreicht hat. Um das zu gewährleisten, muß schon beim Mounten des Dateisystems festgelegt werden, daß dieses Dateisystem eine Quotierung des Platzes haben soll. Das wird in der Regel in der Datei /etc/fstab festgelegt, wo bei den Optionen eines Dateisystems die Begriffe usrquota bzw. grpquota angefügt werden. Userquotas sind Einschränkungen für einzelne User, Gruppenquotas entsprechend Einschränkungen für bestimmte Usergruppen.

Voraussetzungen
Die erste Voraussetzung zur Verwendung von Disk-Quotas ist die Verwendung eines Kernels, der quotas unterstützt. Das sollte heute standardmäßig jeder Kernel anbieten.

Als nächstes muß in /etc/fstab angegeben werden, welche Dateisysteme Disk-Quota benutzen sollen. Jedes Dateisystem, das dieses Feature anbieten soll muß hier bei den Mount-Optionen den Begriff usrquota für Userquotas und/oder grpquota für Gruppenquotas enthalten. Eine /etc/fstab-Datei könnte also dann folgendermaßen aussehen:

/dev/hda2 / ext2 defaults,usrquota 1 1
/dev/hda3 swap swap defaults 0 2
/dev/hda5 /usr ext2 defaults 1 2
/dev/hda6 /opt ext2 defaults 1 2
/dev/hda7 /home ext2 defaults,usrquota 1 2

Wir haben also sowohl für das Wurzeldateisystem (hier /dev/hda2), als auch für das Dateisystem, auf dem die Homeverzeichnisse liegen (/home auf /dev/hda7) Userquotas angegeben.
Anlegen der Quotafiles mit quotacheck
Die Angabe, welche User auf welchem Dateisystem wieviel Platz bzw. wieviel Inodes benutzen dürfen, steht auf der Wurzel des jeweiligen Dateisystems in den Dateien quota.user bzw. quota.group. Diese Dateien sind Binärdateien, die zunächst einmal angelegt sein müssen. Dazu dient das Programm quotacheck. Um dieses Programm zu benutzen sind root-Privilegien nötig.

Das Programm quotacheck kann entweder für jedes Dateisystem einzeln aufgerufen werden, indem ihm die entsprechende Gerätedatei als Parameter mit angegeben wird, oder es wird mit dem Parameter -a aufgerufen und arbeitet so alle Dateisysteme ab, die in der Datei /etc/fstab eine Quotaangabe gesetzt haben.

Im einfachsten Fall schreiben wir also (als root) die Zeile

quotacheck -avug

was bedeutet, daß alle Dateisysteme bearbeitet werden, die Quotas unterstützen (-a), daß dort sowohl Userquotas (-u), als auch Gruppenquotas (-g) berücksichtigt werden und daß das Programm uns auch mitteilt, was es gerade tut (-v).

Dieser Befehl sollte immer dann angewandt werden, wenn ein neues Dateisystem mit quotas erstellt wurde oder wenn Dateisysteme nicht sauber heruntergefahren wurden, also typischerweise nach einem Systemabsturz, wenn auch fsck ausgeführt wird. Die meisten Distributionen bieten bereits fertige Startdateien an, die diese Aufgabe übernehmen.

Nach der Abarbeitung dieses Befehls existieren auf allen Dateisystemen, die die Mountoption usrquota gesetzt hatten die Datei quota.user und auf allen Dateisystemen, die die grpquota-Option aktiviert hatten die Datei quota.group. Diese Dateien enthalten binär codiert alle wichtigen Angaben über die festgelegten User- bzw. Gruppenquotas, insbesondere auch die Angaben, welche User wieviel Platz bzw. wieviele Dateien auf diesem Dateisystem im Augenblick in Anspruch nehmen.

Quotas definieren mit edquota
Nachdem die Quotadateien jetzt angelegt sind, müssen wir als nächstes die Beschränkungen definieren, die für den jeweiligen User bzw. die Gruppe gewünscht sind. Auch das darf natürlich nur root vornehmen. Für diese Aufgabe existiert das Programm edquota.

Network Mapper

Von Fyodor bis zur Sicherheit unter FreeBSD, siehe auch FreeBSD Security Information.

Network Mapper

Nmap ist ein Werkzeug zum Scannen und Auswerten von Hosts und fällt somit in die Kategorie der Portscanner. Der Name steht für Network Mapper.
Hier finden sie die original nmap Homepage incecure.org (englisch)
ein Nmap-Tuotrial:
Portscanner sind eines der wichtigsten Arbeitsmittel von Administratoren. Dieses Tutorial beschreibt den Einsatz des populären Portscanner Nmap unter Windows und Linux.
Tutorial von Mirko Kulpa, 01.05.2005 weiterlesen

Sicherheit unter FreeBSD
Dieses Kapitel bietet eine Einführung in die Konzepte der Systemsicherheit. Neben einigen Daumenregeln werden weiterführende Themen wie S/Key, OpenSSL und Kerberos diskutiert. Die meisten der hier besprochenen Punkte treffen sowohl auf die Systemsicherheit sowie die Internetsicherheit zu. Das Internet hat aufgehört ein “friedlicher” Ort zu sein, an dem Sie nur nette Leute finden werden. Es ist unumgänglich, dass Sie Ihre Daten, Ihr geistiges Eigentum, Ihre Zeit und vieles mehr vor dem Zugriff von Hackern schützen.. weiterlesen

Perzeptron: Lernregeln

Hier werden nur drei Lernregeln für das Perzeptron vorgestellt:
.) die Hebb-Regel
.) die Perzeptronregel und
.) die Deltaregel
Mit anderen Worten, ich möchte nur näher auf, einfache, lange bekannte Mechanismen des automatisierten, überwachten Lernens näher eingehen.
Lernen bedeutet, beim einfachen künstlichen Neuron, Perzeptron, dass der Gewichtsvektor w und der Schwellwert an die Klassifikationsaufgabe angepasst wird. Wir modifizieren die Vorverarbeitung zur Vereinfachung, wie folgt:

Das Perzeptron – Einführung in neuronale Netze und KI

Das Perzeptron ist ein vereinfachtes künstliches neuronales Netz (Frank Rosenblatt 1958). Rosenblatt hat es so einfach realisiert, dass man es mathematisch mit einer dreistufigen Verarbeitung von Matritzen erfassen konnte. Aber auch weil die Parameter der zweiten Stufe mit verschiedenen Lernregeln gelernt werden können ist dieses „einfache“ Modell bedeutsam für die Einführung in neuronale Netze und künstliche Intelligenz.
Es kann auch ganz einfach in fast jeder Programmiersprache leicht umgesetzt werden.

Es besteht in seiner einfachsten Variante aus einer einzelnen Schicht künstlicher Neurone mit anpassbaren Gewichtungen und einem Schwellenwert. Es ist eine vereinfachte Nachbildung eines biologischen Neurons. Unter Verwendung eines Graphen (Skizze stellt solche Graphen dar) können die Neuronen als Knoten und ihre Verbindungen als Kanten dargestellt werden. Die Eingaben werden oft wie Neuronen als Knoten behandelt, dann spricht man folglich bei einem Netz mit einer Eingabe- und einer Neuronenschicht von einem zweischichtigen Netz.
Das einstufige Perzeptron besteht in diesen Fall also, aus zwei Schichten (layer). Die erste Schicht ist die Eingabeschicht (Netzhaut), welche aus McCulloch-Pitts Neuronen besteht. Von der ersten Schicht gibt es
gewichtete Verbindungen zum nächsten Neuron (Ausgabeneuron). Das ist der prinzipielle
Unterschied zu einfacheren Neuron. Man hat die Möglichkeit die Eingaben, die n-mal
vorkommen anhand der Gewichtung darstellen. Durch Änderung der Gewichte und
Schwellenwerte kann das Perzeptron lernen. Die eingehenden Signale gehen erste durch die
erste Schicht, wo sie vorgefiltert werden. Im Ausgabeneuron werden vorsortierte gewichtete
Signale aufsummiert. Wenn die Summe den Schwellenwert überschreitet, feuert das
Perzeptron. Abhängig von der Anzahl gewichteten Schichten werden Perzeptrone ein-, zwei-, dreistufig etc. genannt.
Ein Beispiel dazu aus der Bildverarbeitung (nicht unbedingt zum chapcha knaken) bei dem die Frage beantwortet werden soll, ob ein Bild einen bestimmten Gegenstand darstellt und dann soll das Perzeptron mit verschiedenen Lernregeln getestet werden.
Das Bild wird dazu mit einem Muster verglichen und Übereinstimmung bzw. Abweichung soll festgestellt werden. Dabei kann geprüft werden ob das Bild zu einer Gruppe von Mustern mit einer bestimmten Eigenschaft passt.. Rosenberg unterscheidet bei der Bildverarbeitung drei Stufen:
die Merkmalextraktion, die Merkmalbeurteilung und die Entscheidung, die Stufen 2 und 3 bilden den eigentlichen Kern des Perzeptrons.

Stufe 1: Vorverarbeitung oder Merkmalextraktion

Unabhängig davon, welcher Bildtyp erkannt werden soll, wird eine Menge charakteristischer Kenngrößen des Bildes extrahiert (beim menschlichen Sehen und Erkennen findet dies auf der Netzhaut des Auges statt).
Auf einer Menge von Eingaben, z.B. die Pixel (eij) eines Bildes werden Prädikate pk(eij) ∈ {0,1} berechnet. Beim Perzeptron wird die Vorverarbeitung durch Lernvorgänge nicht verändert, aber je nach Fähigkeiten der Stufe 1 kann in mehrere Gruppen eingeteilt werden (Anzahl der Eingaben, Durchmesserbeschränkungen).
Die Prädikate sollen sich einfach aus den Pixeln berechnen lassen.

Stufe 2: Beurteilung der Bildmerkmale

Die Ergebnisse aus Stufe 1 werden so aufbereitet, das eine Entscheidung möglich wird, ob das bild mit seinen Eigenschaften zu den vorgegebenen Mustern passt. Die Parameter dafür können entweder vorher eingestellt, oder mittels Beispielen gelernt werden. (Beim Menschen sird eine solche vom Gedächtnis abhängige Verarbeitung in den Sehfeldern des Gehirns vorgenommen; bei Ausfall dieser kommt es zur Rindenblindheit, auch wenn das Auge völlig intakt ist).
Die Stufe 2 ist eine lineare Abbildung (Aktivierung, Polynom vom Grad 1 in p1 …pn). Die Prädikate werden zu einer gewichteten Summe aufaddiert und der Schwellwert wird abgezogen. Es wird die folgende lineare Funktion a, auch Aktivierungsfunktion genannt, berechnet
a(p1 …pn) = ∑iwipi – θ (θ steht für thresold, Schwellwert).
Die Gewichte sind positiv, wenn die Prädikate für die Eigenschaft typisch und negativ, wenn sie untypisch sind. Gewicht 0 hat keinen Einfluss. Die Gewichte und der Schwellwert sind problemspezifisch und können eingestellt bzw. maschinell gelernt werden.

Stufe 3: Entscheidung

Der Klassifikator entscheidet auf grund der Beurteilung, ob das Bild den gesuchten Eigenschaften entspricht. (beim Menschen entspricht das dem Erkennen des Gegenstands).
Je nachdem, ob a(p1 …pn) ≥ 0 oder ≤ ist, wir die Eingabe angenommen (Wert 1), oder abgelehnt (Wert 0) aher ist σ(a(p))= 1 für a(p)≥ 0 und σ(a(p)) = 0 für a(p) > 0.

Quellenverzeichnis:
Praktikum Neuronaler Netze von Heinrich Braun, Johajjes Feulner und Rainer Malaka
Principles of Neurodynamics von F. Rosenblatt
Parallel Distributed Processing von D.E. Rumelhart und J.L. McClelland

Simple Interactive Object Extraction

Eine Notiz zu SIOX
Die aktuelle Entwicklerversion 2.3.3 des freien Bildbearbeitungsprogramms GIMP enthält nun unter anderem eine Vorabversion des neuen Freistellwerkzeugs „SIOX“. Statt sich eher langsam an eine Form heranzutasten oder mittels einer Maske die Auswahl selbst zu malen, erlaubt es die „Simple Interactive Object Extraction“, (SIOX) Vordergrundobjekte wie Portraits von Menschen, Tieren oder Pflanzen mit wenigen Mausklicks halbautomatisch pixelgenau freizustellen.
Quelle SIOX: Selbstständiges Freistellen mit Gimp
offizielle Gimp Seite Gimp

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